Britta Adams

Ich setze Chormusik künstlerisch in Szene – mit Blick auf Wirkung, Ausdruck und Bühne.

Dabei interessiert mich weniger die Einzelleistung als die Kraft, die entsteht, wenn viele Menschen zur gleichen Zeit das Gleiche tun – sich also synchronisieren – denn gerade darin liegt das Potenzial für eine starke Wirkung – sowohl musikalisch als auch darstellerisch.

Ich messe die Bühnenpräsenz eines Chores an seiner tatsächlichen Wirkung auf der Bühne. Deshalb nehme ich immer wieder die Perspektive des Zuschauers ein – damit das, was in der Gruppe entsteht, nicht nur nach innen wirkt, sondern auch beim Publikum ankommt.

Ich habe dabei im Blick, wie ein Auftritt entsteht – von innen und von außen. Also nicht nur, wie ein Chor klingt, sondern wie sicher er sich auf der Bühne bewegt, ob Kontakt entsteht und wie ein Abend aufgebaut ist – und was es braucht, damit sich die Sängerinnen dabei wirklich sicher fühlen und den Moment genießen können. 

Meine Erfahrungen sind die Grundlage für die Songs, die ich schreibe. Es sind Lieder für die Bühne – sie tragen die Szene schon in sich. 

Ich liebe den Wechsel zwischen diesen Tätigkeiten: Songs schreiben, über Chor und Bühne nachdenken, mit anderen neue Bühnenprojekte entwickeln, und hin und wieder ein Kunst-Stückchen – was könnte es Schöneres geben?